Die ersten 13 Tage

Ich habe vor ein paar Tagen schon einmal einen Bericht geschrieben, doch als ich diesen posten wollte, war ich aus irgendwelchen Gründen nicht mehr angemeldet und alles war weg. Von daher alles noch einmal und ich werde mich wohl etwas "kurz" fassen.

 

Meine "Reise" begann am 12.8. mit dem ersten Flug von Leipzig nach Frankfurt um 7:15 Uhr morgens. Nach einer knappen Stunde landete ich zum ersten mal und wartete dann einige Stunden auf dem Frankfurter Flughafen. Gegen 14 Uhr machte sich die Maschine von United Airlines auf in Richtung San Francisco, wo mich Mason mit etwas Verspätung & Blumen gegen 17 Uhr Ortszeit abholte. Mit dem Busshuttle ging es zum Travelodge nach Milbrae, südlich von San Francisco. Am nächsten Morgen ging es bei zeiten mit dem Mietwagen gen Norden, über die Golden Gate Bridge. Kurz vor der Ankunft in Arcata hielten wir kurz beim College of the Redwoods an, um mich in der Internationalen Schüler-Abteilung offiziell anzumelden. Anschließend brachten wir mein Gepäck in mein neues Zuhause. Danach ging es weiter zur Bank, um ein Konto für mich zu eröffnen.

Gegen 19 Uhr mussten wir das Mietauto wieder zum Flughafen nach Arcata bringen. Masons Mutti folgte uns und fuhr uns zurück nach Hause, um warme Sachen zu holen, da wir bei Megan´s (Mason`s Schwester) abendbrot aßen.

 

Dienstag hatte ich meinen Test in Englisch und Mathe. Dieser Test ist notwendig, um den jeweiligen Mathe und Englischkursen zugewiesen zu werden. Mit meinen Ergebnissen ging es zu einem Berater, mit dem wir einen Stundenplan für mich entwarfen.  Er legte die Kurse so, dass ich Englisch beim  Hauptcampus vom CR (=College of the Redwoods) habe und 2 ander bei dem kleineren campus in Arcata. Jedoch wusste ich nicht, dass der in Arcata so weit im Norden liegt und auch nur mit dem Bus erreichbar wäre. So hätte ich also doppelt Buspässe kaufen müssen. Einen um zum CR Hauptcampus zu kommen und einen für Arcata.

Am Abend sind Mason und ich ins Kino nach McKinleyville gefahren, um die Simpsons zu sehen. Wir kauften uns eine große Portion Popcorn für etwa 5 Dollar, die man auch wieder nachfüllen konnte. Hier in den USA ist wohl salziges Popcorn standard. In Deutschland hingegen ist es ja immer Süßes.

 

An Mittwoch kann ich mich jetzt nicht wirklich erinnern....hm.

 

Donnerstag habe ich dann Mason auf Arbeit beim Help Desk besucht. 12 Uhr gab es kostenloses Essen, für Mitarbeiter an der Humboldt State Universität - ich darfte mir auch den Bauch vollschlagen.

Es war ein sehr sonniger und wolkenloser Tag, sodass ich am Abend bemerkte, dass ich einen Sonnenbrand bekommen hatte, obwohl ich gar nicht wirklich sooo lange in der Sonne war. Scheint am Meer wohl immer sehr intensiv zu sein.

 

Freitag habe ich Mason wieder von der Arbeit abgeholt und wir haben für mich mein Handy eingerichtet. Ich laufe nun mit unter dem Handyvertrag von Mason und Megan. Wir haben 1000 Freiminuten im Monat, die auf den nächsten Monat übertragen werden, wenn diese nicht genutzt werden. Zudem können wir in der Woche von 19 bis 6 Uhr gratis telefonieren und freitags 19 Uhr bis montags 6 Uhr ebenso.

Abends fuhren wir zum Strand - eigentlich wollten wir den Sonnentuntergang sehen, aber dafür sind wir etwas zu spät los und leider haben wir uns zuerst ein bisschen verfahren.

 

Samstag fuhren wir wieder zum Strand, diesmal jedoch nach Trinidad. Leider ist das Wasser viel zu kalt um irgendwie weiter ins Wasser zu gehen als nur mit den Füßen.

Anschließend wollten wir in einem kleinen Fischgeschäft etwas Lachs kaufen, aber bei einem Preis von $ 33 für vielleicht 200g Lachs, verließen wir blitzschnell den Laden.

Daraufhin fuhren wir zu Costco, eine Art Metro - Großhandel, um etwas zu Essen zu kaufen. Am Abend war ein Barbeque geplant, doch leider find es kurz vorher an zu regnen. Später am Abend gingen wir Richtung Stadtzentrum, da in einem kleinen Cafe eine Band spielte. Anschließend gingen wir zu Everett´s eine Kneipe mit Billiardtisch. 

 

Sonntag habe ich dann endlich meine Koffer auspacken können. Mason und ich haben das Haus etwas aufgeräumt - ich sein Zimmer und er das Wohnzimmer.

Nachmittags haben wir dann die Wäsche gewaschen. Am Abend haben wir einen neuen Stundenplan für mich entworfen, bei dem mir die Kurse auch mehr zusagten:

- Psychologie (Warteliste)

- Business/ Wirtschaft

- Englisch

- Politikwissenschaften (Warteliste)

- Soziologie  (Warteliste)

Die Warteliste Kurse bedeuten, dass ich nicht definit in den Kursen bin und am ersten Tag der Kurse anwesend sein muss, damit ich in die Kurse aufgenommen werde. Sollte ich in die Warteliste Kurse kommen, werde ich Soziologie abwählen, da ich dieses nicht für meinen Abschluss brauche.

 

Am Montag begann für Mason das Semester. Nach der arbeit holte er mich von Zuhause ab und wir fuhren nach Eureka um einen Ausweis für mich zu beantragen. Mit diesem komme ich in Bars, wenn es eine Altersgrenze gibt (Altersgrenze ist immer ab 21, wegen Alkohol). Anschließend fuhren wir wieder zum CR Campus, um meine Schulbücher ausfindig zu machen und die Preise, Titel und ISBN-Nummer zu notieren. Meist gibt es die Schulbücher über das Internet günstiger als in den Buchläden der Unis und Schulen. Ich habe mir jedenfalls noch einen Schulplaner und eine Trinkflasche von CR gekauft.

 

Dienstag wollten wir dann Schulutensilien kaufen - kurzgesagt Schulblöcke. Ich hätte nicht gedacht, dass es fast unmöglich ist, karierte Blöcke zu finden.

Vorher rief Mason noch Keith Snow-Flamer an, mein Ansprechpartner von der Internationalen Schüler-Abteilung vom CR. Mason fragte nach Jobmöglichkeiten für mich, wie Deutschnachhilfe.

Keith gab ihm dann 2 Telefonnummern und Namen, an die wir uns wenden sollten. Ich hätte wohl einen Job in der Internationalen Schüler-Abteilung machen können oder im Akademischen Dienstleistungszentrum. 

 

Am nächsten Tag sind wir dann zum Campus gefahren und haben bei der Administration bescheid gegeben, dass wir mit Keith gesprochen haben und er uns an Ruby Jager senden wollte. So hat die Dame beim Empfang bei ihr angerufen und wir wurden zu einem Gesrpäch in Ruby´s Büro eingeladen. Ich bekam auch prompt ein Jobangebot von ihr. Ich musste weder meinen Reisepass noch Lebenslauf oder irgendetwas vorzeigen. Im Übrigen bekomme ich $8 pro Stunde!!

Ruby sagte mir, dass es am nächsten Tag eine 2-stündige, bezahlte "Orientation" gab, zu der ich kommen sollte.

Nach dem kurzen "Vorstellungsgespräch" fuhren Mason und ich nach Eureka zur Bayshore Mall (Einkaufszentrum), weil Mason sich neue Schuhe kaufen wollte. Letztendlich kaufte er doch keine Schuhe, sondern ein paar neue Socken. 

 

Donnerstag musste ich zeitig aufstehen, da die Orientation beim Akademischen Dienstleistungszentrum um 9 Uhr begann. Mason fuhr mich mit dem Auto zum Campus. Während der Orientation mussten sich alle "mitarbeiter" vorstellen uhnd Ruby erklärte die Aufgaben und Tätigkeiten in dieser Abteilung. 11:30 Uhr war dann Ende der Orientation und ich ging zum Schalter in der Bibliothek, um meinen Studentenausweis zu beantragen. Kurz Foto machen lassen und 2 Minuten später hatte ich meinen Studentenausweis in der Hand.

Anschließend bin ich mit dem Bus zur Humboldt State Universität- Bibliothek gefahren, um Mason zu besuchen und mit ihm zu Mittagessen. Ich blieb dann bis 17 Uhr bei ihm auf der Arbeit.

 

Freitag war ich fast den ganzen Tag im Bett, da ich furchtbar schmerzvolle Kopfschmerzen hatte. Ich denke es lag an dem ventilator bei Mason auf Arbeit. Habe also viel geschlafen, bis es mir besser ging. Als Mason nach Hause kam, machten wir uns auf den Weg zur Post, um zu schauen, ob meine Bankkarte schon angekommen ist - leider nicht. Danach kauften wir Steaks und Salat, da am Abend ein Barbeque stattfinden sollte.

 

Heute wollten Mason und ich Fahrräder von der "Fahrrad Bibliothek" ausleihen. Man kann für 6 Monate ein Fahrrad mieten, zahlt $20 und bekommt diese bei Rückgabe zurück. Aber die Fahrräder waren echt grausam, total verrostet und einfach nur Schrott. Im Postfach war heute endlich etwas für mich, aber nur ein Brief mit dem PIN meiner Bankkarte, die noch immer nicht da ist. Dann waren wir bei Costco Lebensmittel einkaufen. Zum Abendbrot gab es heute Sushi.

Nun spielen Mason, John - ein Mitbewohner und irgendwelche Freunde "Risiko", irgendein komisches Spiel...

 

So, ich hoffe, diesmal muss ich nicht alles neu schreiben.

 

Liebe Grüße,

Kim 

26.8.07 09:50


Willkommen

Diesen Blog möchte ich meinem USA-Aufenthalt widmen und so oft wie möglich von meinen Erlebnissen und Erfahrungen berichten.


Eine Zusammenfassung der letzten 10 Tage wird hoffentlich heute Abend folgen.

22.8.07 15:19


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